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bild

Simak Büchel
Himili fürchtet die Finsternis
Mit Illustrationen des Autors
Umschlaggestaltung: Daniela Huetzen
Geest-Verlag, Vechta-Langförden 2007
5. Auflage 2009
ISBN 978-3-86685-055-2
Preis 12,00 EUR


Ausgezeichnet:

  • Liste empfohlener Taschenbücher 2007 (AJuM)

  • BÜCHERBÄR (Schweiz) vergibt höchste Wertung

  • Bestenliste 2008 (Jugendschriftenausschuss
    des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes BLLV)

  • Leser-Welt vergibt höchste Wertung (5/5)

  • buchsaiten.de vergibt höchste Wertung (5/5)


Eine Video-Lesung aus "Himili" finden Sie unter folgendem link:


Nein, wie peinlich! Eine Hyäne, die sich vor der Finsternis fürchtet?

Wie unpraktisch für ein Raubtier. Himili schämt sich schrecklich, doch kann er nichts dafür. Sobald es dunkel wird, macht er sich ins Fell und hört nicht mehr auf zu bibbern. Immer muss eine erwachsene Hyäne bei ihm bleiben. Doch bald haben seine Onkels die Schnauze voll und schmieden einen bösen Plan. Unter einem Vorwand locken sie Himili in die Savanne und laufen fort. Von da an muss Himili ein Abenteuer nach dem anderen bestehen, wobei ihm Glühkäfer, Flusspferde und Erdferkel zu wichtigen Freunden werden.

Himilis ebenso witzige wie spannende Geschichte handelt von Furcht, Mut und wahrer Freundschaft und entführt kleine wie große Leser in ein Afrika voller Rätsel und Wunder.



Presse / Rezensionen


Thomas Lang veröffentlicht im Literaturportal "Leser-Welt" eine
Rezension zu "Himili fürchtet die Finsternis" und vergibt die Höchstwertung:

"Ein wunderbares Buch über Freundschaft und
die Furcht vor dem Dunkel. Gekonnt geschrieben
und mit liebevollen Illustrationen ausgeschmückt."

Die gesamte Rezension kann man auf den Seiten der Leser-Welt
nachlesen.


"Ein Buch, das ein Problem aufgreift, das alle Kinder haben, die Angst vor der Dunkelheit.
Himili lernt damit umzugehen. Er lernt aber auch, dass die anderen Tiere auch ihre
kleinen Probleme (Geheimnisse) haben, mit denen sie zurechtkommen müssen. Es geht um Freundschaft
trotz der Verschiedenartigkeit der einzelnen Tiere. Der Text ist sehr lebendig geschrieben. Ein Buch für Kinder,
die Geschichten mögen und sich für Tiere interessieren und man bekommt auch noch Informationen über
Afrika. Ein auf jeden Fall lesenswertes Buch."

Jugendschriftenausschuss des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (Brigitte Schnellner)



"Doch wenn er ins erzählen kommt, mit seiner ganzen Körpersprache demonstriert, wie ein Glühwürmchen seine Lichtmaschine anwirft, dann wird die gesamte Menagerie seiner im wahrsten Sinne des Wortes fabel-haften Geschichte lebendig, dann singen die Glasfrösche so klar wie der Morgentau, das Erdferkel schnüffelt um die Ecke, die Löwenmähne müffelt nach Regenguss. (...) Nach "Oropoi, oder wie die Paviane zu ihren roten Hintern kamen" und "Meister Perlboot" wird jetzt auch die Hyäne Himili in den Klassenräumen lebendig. Wer keine Gelegenheit zum Besuch einer Büchel-Lesung hat, ist auch mit dem Buch allerbestens beraten. Als Gutenachtgeschichte. Dann glüht das Kohlenfeuer gleich auf dem Bettvorleger."

Kölnische Rundschau


"Simak Büchel stellt sein neues Buch "Himili fürchtet die Finsternis" vor. Der 29 Jahre alte Autor beweist ausgeprägtes Sprachgefühl und Liebe zum Detail. Auf 230 Seiten erwartet kleine und große Leser eine witzige und spannende Geschichte."

General-Anzeiger-Bonn



"Ein entzückendes Kinder- und Jugendbuch."

Radio Oldenburg 1




"Einmal mehr versteht Büchel, mit Wörtern Sprachbilder zu malen und so das afrikanische
Ambiente einzufangen. Liebenswert und humorvoll zeichnet er die ängstliche Hyäne mit den
karamellfarbenen Augen. Mit ihr identifizieren sich Kinder schnell. Nebenbei erhalten Leser/innen
gleich eine Unterweisung in die Kunst des Geschichtenerzählens. Speziell geeignet zum
Vorlesen, auch für die Unterstufe."

BÜCHERBÄR, Schweiz (Katharina Wagner)



Bewertung durch die Arbeitsgemeinschaft für Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)


AJUM Datenbank

Autor: Büchel, Simak

Titel: Himili fürchtet die Finsternis

Inhalt:

Die Geschichte ist aus Afrika, erdacht oder vermittelt von einer alten Frau. Die Botschaft aber geht an uns: Auch Kleine und Ängstliche (zum Beispiel Hyänen) können, wenn sie von Freunden richtig gefördert werden und zugleich ihr großes Herz entdecken, ebenso große Dinge bewirken.
[uhb Niedersachsen]

Lesealter: 12-17 Jahre

Einsatzmöglichkeit: Büchereigrundstock

Bewertung: sehr empfehlenswert

Beurteilungstext:

Büchel führt uns (wieder) in die Geschichten-, Märchen- und Sagenwelt des östlichen Afrikas. Dazu schafft er eine Rahmenhandlung, in der ein Junge, seine ältere Schwester und ein junger Mann aus Deutschland eine Rolle spielen. Und Dana, die Großmutter. Sie bewahrt und verbreitet, was schon immer erzählt wurde von den Alten für die Jungen.
"Die ersten Wörter einer Geschichte sind die wertvollsten" - so beginnt Dana die Geschichte, die eine ganze Nacht dauern wird. Zu Beginn dürfen die Zuhörer mitgestalten: Ein Tier, ein Gefühl, ein Name: Furcht - Chamäleon - Himili sind die Vorgaben. Aber dann handelt es sich doch um eine Hyäne, die am Ende allerdings, und das wird gar nicht mehr so richtig erwähnt, ohne das Chamäleon an einer Kugel gestorben wäre.
Wir sind in der Welt des frühen Afrikas, als die Tiere sich noch untereinander verständigen konnten, als "couch-potatoes" noch vom Clan durchgefüttert wurden - wenigsten so lange, bis die Ältesten die höchste Strafe verhängen: Himili wird in der Fremde ausgesetzt und soll sehen, wie er / sie ohne die vielen "Hände unterm Hintern" zurechtkommt. Auf der anderen Seite bieten die Weißen, die Eroberer, die sich den Rahm abschöpfen wollen, damit sie reich werden, den Stoff, an dem sich Himili und seine Freunde groß reiben.
Die Geschichte ist fein gewoben. Die ersten Helfer von Himili sind kleine Glühkäfer - und gerade die geraten gegen Ende in Gefangenschaft und sollen den Weißen als Geldquelle dienen. Dazwischen aber hat Himili sich genügend Freunde gewonnen, damit das "Show-down" am Schluss gut ausgeht. Unmerklich sind wir Leser mit der ängstlichen kleinen Hyäne namens Himili im Lauf der gelesenen Seiten gewachsen. Ja, könnten wir das am Ende auch selbst schaffen?

Wer Simak Büchel je bei einer seiner "Lesungen" erlebt hat, der liest das Buch anders. Er hat vor seinem Auge immer den Autor, wie er vielleicht 40 bis 60 Kinder in seinen Bann zieht, einen "running gag" (einer der Weißen zieht immer - Mpfh - zwischen seiner - Mpfh - Rede an der Pfeife -Mpfh) landet oder die Sprache des Erdferkels nachmacht oder Himili sprechen lässt: "Bwie bmippe?". Das ist die Szene, in der Himili meint, sein Frühstück gefunden zu haben: das Bein einer Giraffe. Die findet das allerdings überhaupt nicht witzig, und Himili gleich anschließend seine Idee auch nicht mehr.
Wieder gibt uns Büchel nicht nur die Entwicklung eines "Schissers" zu einem, der unter diesen Bedingungen weder Tod fürchtet noch Teufel, sondern er führt uns auch in die Merkwürdigkeiten des ostafrikanischen Denkens ein. Dazu gehört bestimmt auch, dass die Glühkäfer kein ICH kennen, sondern nur ein WIR (ohne den Hintergrund des "pluralis majestatis" - es entstehen sehr witzige Sprachsituationen dadurch) oder dass alle Verwandten der jungen Hyäne "Onkel" genannt werden, auch und besonders die weiblichen. Denen zeigt Himili zum Schluss, was eine Hyäne alles lernen und umsetzen kann.

Die (13) Illustrationen kommen, wie zumeist in Rezensionen, zu kurz. Hier auch, obwohl Büchel selbst zeichnet, skizziert: Hyäne, Giraffe, Glühwürmchenfänger, Hyäne auf Flusspferd. Er zeichnet diesmal mit spitzem Stift, füllt kleine Flächen, wird aber selten dramatisch, selbst dann nicht, wenn das Futter aus einem Tier besteht. Da ist er im Text allerdings (noch) sensibler, auch wenn er immer die Natur in dieser Frage bemüht. Ja, möchten wir immer mal wieder fragen, was frisst denn so eine Hyäne eigentlich? Freche Mäuse akzeptieren wir, aber süße kleine Gazellen? Oder akzeptieren wir Aas, übrig Gelassenes, von anderen Gemordetes?
Ja, dies ist eine Erzählung und kein Sachbuch, und da müssen wir nicht so streng sein. Denn in Wirklichkeit ist dies Buch natürlich keins über eine Hyäne in Afrika, sondern eins über Menschen in Deutschland. Da gibt es mindestens so viele Flusspferde und Webervögel und Erdferkel, die mir helfen, wenn ich es denn wirklich will und brauche.

Kurz: Da ist ganz viel Leben im Buch und auch deshalb - "Himiliehrenwort" - ist es richtig gut (das Leben wie das Buch).


[uhb Niedersachsen]