Vorbemerkungen zum Journal
Dieses Journal ist nicht ganz wörtlich zu nehmen und doch soll versucht werden,
in regelmäßigen Abständen Auskunft darüber zu erteilen, wohin die literarische Reise
gerade geht. Nachdem "Himili" und "Zaza" fertig gestellt waren, rückte gleich die
nächste Geschichte nach und füllte im Handumdrehen das Vakuum auf meinem Schreibtisch.
Es handelt sich um die große Geschichte von "Bogumils Boten" ...
In meinem Journal will ich diese und alle folgenden Geschichten begleiten, Einblicke in die
einzelnen Phasen des Prozesses geben. Und dies aus zwei Gründen: zum einen, um interessierten
Lesern den Blick über die Schulter möglich zu machen; zum anderen, um die Zeit von der ersten
Idee bis zur Fertigstellung der Geschichte (auch für mich) zu dokumentieren.
Cosmos under construction ...
In diesem Sinne wünsche ich viel Freude beim Stöbern!
Simak Büchel
02.09.2010
Gestern fanden die ersten Lesungen nach der Sommerpause statt; dasist immer ein ganz besonderer (und auch nervöser) Moment: Wieder vor
Klassen hinzutreten und mit den Kindern auf Expedition zu gehen - spannend!
Oropoi, Himili und mich hatte es nach Heuchelheim (Hessen) verschlagen,
in die schöne Wilhelm-Leuschner-Schule, in der ich bereits vor einigen Jahren
zu Gast war. An dieser Stelle: tausend Dank für die Einladung und herzliche
Grüße an alle Erdmännchenmorgengymnasten & Hyänenfreunde!
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Und: erste Informationen zu den Bogumil-Lesungen während der diesjährigen
17. Aachener Kinder- und Jugendbuchwochen sind auf den Seiten der
Veranstalter einzusehen. Ein wundervolles Programm rund um das Thema
"GLÜCK". Dass Tammo Fistel, mein Pechvogel par excellence, als ein
Gegenpol hineinwirbelt, war am 02.09. bereits in den Aachener Nachrichten
zu lesen. Ein tolles Gesamtprogramm! Hier geht es zu den 17. Aachener
Kinder- und Jugendbuchwochen.
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2010 stehen Lesungen während der Siegburger Literaturwochen und
während des Rheinischen Lesefestes Käpt'n Book ins Haus!
26.08.2010
Eine Einladung an alle Berliner Hyänenfreunde: Am 18. und 19.09.2010finden zwei öffentliche Himili-Lesungen in Berlin statt! Hier die genauen
Daten:
18.09.2010 um 16:00 Uhr. Wo? Café Canapé, Wolfshagener Str. 87,
13187 Berlin (Tel. 030-475 393 13 begin_of_the_skype_highlighting 030-475 393 13 end_of_the_skype_highlighting), Eintritt: 3,00 EUR.
Die Lesung findet statt im Rahmen von Marianne Pumbs
"Worte-Torte für Kinder".
19.09.2010 um 10:30 Uhr. Wo? Cajewitz-Stiftung, Im Saal, Haus 3,
Breite Straße 22 b, Berlin.
Ich würde mich freuen!
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Und ich habe vor, in den nächsten Tagen immer wieder einmal ein
Foto aus Paraguay einzustellen, um Einblicke in meine Recherchereise
zu geben. Das erste Foto ist gleich eines meiner liebsten ...
In den Tropen ist vieles größer dimensioniert - Bärte wie Kröten.
Ich fürchte nur, die Begeisterung an unserer Begegnung wurde
von der Kröte nicht im selben Maße geteilt ...

24.08.2010
Bereits heute sind Programm- und Autorenheft zum diesjährigen RheinischenLesefest Käpt'n Book zum Herunterladen bereit. Beide finden sich auf den Seiten
der Stadt Bonn. Ich werde mit Bogumils Boten, Himili, Zaza und Oropoi vertreten
sein.
16.08.2010
Wieder zurück. Mein Organismus geht noch sechs Stunden vor ... Zumindest passiertmir jetzt nicht mehr, was in den ersten Paraguay-Tagen unvermeidbar schien: dass
ich um 3 Uhr nachts aufstehe, duschen gehe und dann realisiere, dabei den Hahn
geweckt zu haben ... Noch besteht die Reise aus einem Wust ungeordneter Eindrücke,
Gerüche und Stimmungen, die erst in die Lebensgeschichte eingeflochten werden
müssen, indem sie anderen berichtet werden. Erst, wenn sich aus der Reise drei,
vier Anekdoten herausgeschält haben, hat man diese wirklich erlebt. So hängen Reisen
und Erzählen zusammen: erst durch das Erzählen wird die Reise wirklich im Rahmen
des eigenen Lebens.
Bedanken möchte ich mich schon einmal bei Familie Schulz für die herzliche Aufnahme
in ihrem Gästehaus, für frittierten Maniok, Scheckerletter, Guarani-Unterricht und
zahllose Eindrücke! Und bedanken möchte ich mich bei Monika und Thomas für Chololo,
Kuchen und spannende Gespräche! Sie haben mir die Tür nach Südamerika geöffnet und
dafür gilt ihnen mein herzlicher Dank!
07.08.2010
Die letzten Tage meiner Recherchereise sind angebrochen, heute ist tatsächlich
schon Samstag. Glücklicherweise hat das Wetter noch einmal einen Umschwung
erlebt, die Nachtfröste der letzten Tage sind vorüber und heute strahlt der Himmel
wieder eine überlegene Tiefe aus, die atemberaubend ist. Während meiner Reisen
im Land habe ich viele wichtige Motive für Bd. 3 der Boten ausfindig gemacht, etwa
den Ascheregen, wenn die Bauern Brachland kurzerhand in Brand stecken, um den
ansonsten kargen Boden zu "düngen". Die Flammenwalzen brechen krachend und
knisternd ins Unterholz, versengen und lassen eine schwarze Landschaft zurück.
Die versengten Halme haben ihre Form noch behalten, doch wenn man über die dampfende
Erde spaziert, zerfällt alles zu feiner, puderiger Asche. Und vor den Flammen flüchten
- selbst im südamerikanischen Winter - die sonderbarsten Wesen: Gottesanbeterinnen
mit durchdringendem Silberblick, handlange Stabheuschrecken ...
Ein Paradies für Biologen und ... natürlich für Tammo Fistel.
Nach meiner Rückkehr nach Deutschland wartet gleich Arbeit auf mich. Die zweite
Druckfahne ist mir zugegangen und ... - ja, spannende Dinge scharren da mit den
Hufen. Bis dahin wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine gute Zeit!
28.07.2010
Seit meiner letzten Afrikareise hat sich das Reisen an sich stark verändert;
ein Telefonat mit der Heimat ist heute dank Mobilfunktechnik und Skype kein
Problem mehr. Momentan sitze ich auf der Veranda, umschwirrt von unzähligen
Moskitos und versuche mich auf meine Buchstaben zu konzentrieren. Die
Sammelarbeit für Bd. 3 der Boten läuft auf Hochtouren, viel gesehen, viel gelernt.
Erste Pfade in diesem wunderbaren, widersprüchlichen Land kristallisieren sich
heraus. Ich ahne, wohin die Reise geht, wie es dort riecht und aussieht. Ein Problem
hat dieses Journal, es kann leider kein adäquates Geräuschkulissenszenario
vermitteln: Im Hintergrund hört man das tiefe, kollernde Gurgeln von Nachtvögeln
und untertellergroßen Kröten. Zikaden zirpen ohrenbetäubend und das Sirren
der Moskitos lässt einen erahnen, wie man sich als Tinituspatient fühlen mag.
An dieser Stelle breche ich ab, widme mich weiter den Boten und sende auch
auf diesem Weg liebe Grüße aus dem paraguayischen Winter...
21.07.2010
Letze Reisevorbereitungen, Rucksack packen, Papiere sortieren und
morgen geht es auf nach Südamerika. Die flirrende Vorfreude hat
bereits eingesetzt und steht wie eine Libelle mit rasantem, kaum
wahrnehmbaren Flügelschlag vor meiner inneren Uhr.
Am 11.08. bin ich wieder zurück, in der Zwischenzeit nur via Email
erreichbar. Nun dann ... auf geht's ...
13.07.2010
Hier schon einmal etwas für die Augen. Das Cover meines neuen Kinderbuches!
Da sieht man sie, Bogumils neueste Boten. Was es mit dem Pilzkorb auf sich hat?
Ja ... das ist eines von Tammos ganz speziellen Geheimnissen! // In den letzten Tagen
habe ich die 1. Druckfahne korrigiert und alles an den Verlag zurückgeschickt. Nach meiner
Rückkehr aus Südamerika wird die 2. Druckfahne auf mich warten und das ganze Procedere
geht dem Ende entgegen. Schließlich gibt es die Druckfreigabe vom Verlag und alles
landet auf über 380 Seiten zwischen den Buchdeckeln. // Gleich setze ich mich wieder
an das Manuskript von Band 2.
07.07.2010
Arbeitsfrohe Zeiten verbrennen rückstandsfrei... Viel zu tun, obwohl die letzten Lesungen(mit "Zaza" in Alfter) vor Kurzem die Sommerpause eingeläutet haben. Bei Sommer stimme
ich zu, nur an der Pause stoße ich mich ... Von Pause ist hier nichts zu spüren, die Arbeit
am Satz von "Bogumils Boten" (1) geht munter weiter, vor meiner Reise nach Paraguay
erhalte ich noch eine Fahne, in der am Druckbild gefeilt werden soll. Und in der Zwischenzeit
arbeite ich an BB 2 weiter, habe im Grunde genommen nur noch zwei Handlungstage zu
erzählen, aber die werden es in sich haben ...
28.06.2010
Probleme mit altem Emailpostfach; häufig scheinen Emails nicht durchzukommen. Ausdiesem Grund habe ich eine neue Adresse eingerichtet --> siehe Kontakt.
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Und demnächst gibt es wohl noch etwas ganz Neues: Lesungen auf DVD. erlesen.tv
bringt in Kürze "Wolframs Bücherturm" heraus, mit gelesenen / erzählten Geschichten
von Regula Venske, Wolfram Eicke, Klaus-Peter Wolf und mir. Genauere Infos dazu
in Kürze hier!
24.06.2010
Momentan sitze ich am vorerst letzten Korrekturdurchgang von "Bogumils Boten", danachgeht es in den Satz und es folgen nur noch wenige Schritte bis zum Erscheinen Ende
August. Ich habe den ersten Band nun schon so oft gelesen und bin wahnsinnig gespannt,
wie die Geschichte von Tammo, Dodo und Feodora Fistel aufgenommen wird! Erste
Rezensionsexemplarabfragen trudeln auch schon ein. Bei Interesse: gerne bei mir melden oder
direkt beim DIX-Verlag.
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Heute kam dann auch noch die schöne Neuigkeit, dass in den letzten Wochen die Nachfrage
nach meinen älteren Büchern so groß war, dass "Himili" dieser Tage in die SECHSTE Auflage
startet. Ich freue mich!
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Und so langsam wird es ernst: meine Reise nach Südamerika rückt in greifbare Nähe und
ich kann immer noch nicht richtig auf Guarani fluchen ...
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Jesses ... sehe gerade, dass meine Himili-Video-Lesung auf youtube auf den tausendsten
Besucher zusteuert ... Das ist ja ein Ding ... (hier). Danke für die Neugierde!
17.06.2010
Ein Großteil der Junilesungen liegt nun hinter mir; kommende Woche stehen noch Oropoi-Projekte in Sieglar an. In den letzten beiden Wochen war ich in Hennef und Morsbach (und
Morsbach-Holpe) unterwegs. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, in was für einer
schönen Gegend wir leben ... Gerade auch um Holpe und Morsbach herum kann man den
eigenen Blick in der Ferne verlieren, zwischen heimlichen Wäldchen, von Bächen in
die Landschaft geschnittenen Tälern und weiten, welligen Hügeln. Die Landschaft lädt
Kinder (und solche, die es irgendwie geblieben sind) geradezu zu Entdeckungsstreifzügen
ein...
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Und ich warte schon sehr gespannt auf das "Cover" von Bogumils Boten, welches Ende des
Monats endgültig fertig gesetzt sein wird.
08.06.2010
Heute konnte ich mich über eine wunderbare Besprechung meines letzten Kinderbuches,"Zaza und der Zirbelzottel", aus der Schweiz freuen. Die Redaktion von querlesen (Katharina
Siegenthaler) vergibt die Höchstwertung für das Buch und schreibt: "Im Zorn geflucht und
verflucht, wer kennt das nicht. Der kindlichen Reaktion ist hier viel Raum gelassen. Geistreich
umgesetzt und mit humorvollen Details, wo die Phantasie die Wirklichkeit berührt.
[...] Die eingestreuten, exakten Schwarzweiss-Illustrationen passen ausgezeichnet
dazu. Kathrin Siegenthaler
(Die gesamte Rezension findet sich auf den Zaza-Seiten).
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Und nach 3 Himili-Projekten (á 2 Schulstunden) in der GS Gartenstraße in Hennef freue
ich mich heute Abend "lautlos" über die schöne Rezension. Die Lesungen haben mir einen
Riesenspaß bereitet, da die Kinder selbst in der fünften und sechsten Stunde großartig
dabei waren und wir die Expedition ganz auskosten konnten. Ein Dank an dieser Stelle an
die Neugierde der Kinder! Am Freitag folgen die letzten drei Lesungen; dann geht auch die
Afrikaprojektwoche der ganzen Schule zuende. // Kommende Woche folgen Lesungstage
in der Grundschule Morsbach!
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"Bogumils Boten. Ein geheimnisvolles Päckchen" ist jetzt auch bei amazon.de
vorbestellbar. Auslieferung erfolgt dann direkt nach Erscheinen.
05.06.2010
Zurück aus dem Norden. Zaza-Lesungen rund um das 5. Sommerfest desGeest-Verlags, spannende Gespräche mit Kindern über Wünsche! Dank
des Engagements einiger weniger Menschen wurde die Begegnung zahlreicher
Autorinnen und Autoren aus der ganzen Bundesrepublik möglich. Und für
Literaturinteressierte waren sämtliche Lesungen an den drei Tagen umsonst!
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Donnerstag brach ich in aller Frühe auf, um das Team von erlesen.tv in Hamburg
aufzusuchen, die eine neue Idee ausgeheckt hatten. Was genau? Näheres in
Kürze! Unglücklicher Weise musste ich die Erfahrung machen, dass man auf
der A1 mitunter sogar von Marienkäfern überholt werden kann. Ich geriet in eine
Autobahnvollsperrung, die Umleitungen waren allesamt blockiert, sodass ich
für die Strecke Vechta-Hamburg, etwa 150 km, sage und schreibe 7 Stunden
brauchte ... Das war eine äußerst harte Übung in Demut ... Interessant war
einzig und allein der Umstand, mitzulerleben, wie wenig reicht, um ein komplexes
System zum Kollaps zu bringen. Verstopft man eine Verkehrsader, hat das
mittelbar Konsequenzen für die Lebenszeit (und den Blutdruck) tausender
Autofahrer ...
01.06.2010
Wer sich einen Eindruck davon verschaffen möchte, wie lebhaft es bei Oropoi- undHimili-Lesungen zugeht und ... warum man als Autor schon einmal Mut zur
Hässlichkeit beweisen muss, wenn man sich in die eigenen Figuren verwandelt,
der sollte sich den Lesungsbericht der Grundschule Badmünstereifel anschauen. Hier.
29.05.2010
Bogumils Boten: Der zweite Überarbeitungsdurchgang der Korrekturfahnen istabgeschlossen.
Mit etwas Abstand werde ich mich heute Abend noch einmal an den gesamten
Text heranmachen. Woran diesmal gearbeitet wurde? Tammos Schluckauf
musste etwas gemildert werden und es tauchten noch zu viele Unterhosen auf.
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Kommende Woche stehen Lesungen in Wuppertal an (Montag), Mittwoch fahren
wir gemeinsam gen Vechta, wo das 5. Sommerfest des Geest-Verlags stattfinden
wird, ein Abstecher nach Hamburg ist für Donnerstag ins Auge gefasst, Freitag
finden Lesungen in Grundschulen (Vechta) und im Spieker statt, Samstag geht
es heimwärts.
26.05.2010
Freitag geht es mit "Himili"-Lesungen in der Stadtbücherei Olpe weiter,Montag folgen Lesungen in Wuppertal. Und so langsam schiebt sich der
lesungsintensive Juni ins Blickfeld ... //
Heute habe ich sämtliche Bogumils-Boten-Illustrationen erstmals gesammelt
zur Ansicht bekommen und bin restlos begeistert. Es wird ein richtig rundes
Sommerabenteuer mit schwedischem Flair, Gaunern und großen He...
Ne ne... zu viel wird nicht verraten! //
Heute Abend beginnt die Arbeit an den Korrekturfahnen von "Bogumils
Boten"//
Freue mich darüber hinaus auf meine Berlin-Lesereise im September!
Haupstadt, wir kommen! Jetzt ist natürlich noch zu klären, wie ich alle Hyänen,
Paviane, Zirbelzottel und was weiß ich noch im Bus unterbringen soll ...
20.05.2010
Interessante Presseschau: Zwei Meldungen stehen auf faz.net Kopf an Kopf,zum einen, dass die Sondierungsgespräche von Rot-Rot-Grün abgebrochen
wurden, zum anderen, dass es J. Craig Venter gelungen ist, eine künstliche
Bakterienzelle zu generieren.
Wie unterschiedlich das Experimentieren mit kleinsten Materieteilen doch
ausfallen kann: als Scheitern im Politischen oder als Meilenstein in der
Synthetischen Biologie!
Welche der beiden Nachrichten uns in zwanzig Jahren durch ihre Folge-Folge-
Wirkungen noch etwas angehen wird? Ja. Es ist eine rein rhetorische Frage!
13.05.2010
Die Arbeit an Bd. 2 von "Bogumils Boten" geht weiter; das erste Zusammentreffenaller Boten ist beschrieben. In Bd. 2 bündeln sich Figurenstränge, die in Bd. 1
angelegt wurden und das Sinngeflecht erhält zunehmend mehr Knoten,
Berührungspunkte.
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Worüber ich mich sehr freue: dieses Jahr bin ich auf zwei großen Kinder- und
Jugendbuchfestivals dabei ... In Kürze mehr!
08.05.2010
Die Torte war ausgezeichnet, das muss man schon sagen! An dieser Stellenoch einmal einen herzlichen Dank an die Spender!
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Heute kann darüber hinaus ein erstes kleines Geheimnis gelüftet werden:
Der Titel meines neuen Kinderbuches, welches Ende August 2010 erscheinen
wird, lautet: "Bogumils Boten. Ein geheimnisvolles Päckchen". Ab sofort müsste
es über die gängigen Vertriebswege zumindest schon einmal vorbestellbar sein.
Worum es geht? In Kürze mehr ... oder unter folgendem link. (Das endgültige
Cover ist noch nicht zu sehen ...)
04.05.2010
Gestern und heute Lesungen in Bad Münstereifel: Wieder tolle Kinder von Klasse1 bis 4. Einige der älteren Kinder waren vor 2 Jahren schon einmal bei einer Lesung
von mir dabei und wussten immer noch, wie sich Etepetete-Vögel lästiger Paviane
entledigen und wie Erdmännchenmorgengymnastik funktioniert. Wunderbare Projekte!
Darüber hinaus hat natürlich auch die Stadt selbst etwas zu bieten: beim Schlendern
durch die Gassen stieß ich auf einen Straßennamen, der mir eigenartig vertraut vorkam:
"Kapuzinergasse". Und dieser Name kommt - in minimaler Abwandlung - in meinem
nächsten Kinderbuch vor; und nun frage ich mich, ob meine Lesung 2008 in Bad
Münstereifel dafür gesorgt hatte, dass dieser Straßenname ins Reich des Unbewussten
eingesickert war, um von dort aus den Weg in meine Geschichte zu finden? Von der
Atmosphäre, die von Stadt und Straßennamen gleicherweise ausgeht, würde diese
Erklärung passen. Momente wie diese sind wie kleine archäologisch-literarische
Ausgrabungen im eigenen Schaffen, da stößt man in der Welt wiederholt auf etwas,
das unlängst in Geschichten Einzug gehalten hat. Spannend!
Spannend war auch, dass man mir nach der letzten Lesung ein ganz großartiges
Geschenk gemacht hat: eine Heino-Haselnuss-Torte samt Heino-Autogramm! Beides
verwundert natürlich nicht in der Heino-Stadt schlechthin! Nur ...
Für einen welterfahrenen Reisenden, dem kein Kulturschock fremd ist, ist das freilich
immer noch eine kleine Herausforderung! Aber heute Nachmittag stellen wir uns der
Aufgabe ... und ... probieren die Heino-Torte! Wir halten Sie über den Fortgang der
Ermittlungen auf dem Laufenden!
22.04.2010
Kontinentalverschiebung: Von Afrika nach Südamerika. Im Grunde genommenwird natürlich kein Kontinent verschoben, sondern lediglich ein kleiner Autor.
Die diesjährige Recherchereise wird mich nach Paraguay führen, gestern habe
ich die Flüge gebucht und versuche nun den Rahmen der Reise zu planen.
Aber, wenn ich es genau überlege: das Moment der Verschiebung spielt nicht
nur in meiner Biografie (von Afrika nach Südamerika), sondern auch in der
Geschichte, an der ich augenblicklich arbeite, eine entscheidende Rolle. So
berühen sie sich wieder einmal, Fakt und Fiktion ...
20.04.2010
Wer einmal wirklich verstörende Hyänen-Bilder sehen möchte, solltenach Pieter Hugos Fotobildband "The hyena and other Men" suchen.
Afrikanische Schausteller reisen mit ihren "gezähmten" Hyänen übers
Land und treten mit diesen gewaltigen Raubtieren auf. Und erst durch
den Kontrast der Tiere zu ihrer Umgebung (eben nicht Savanne, sondern
menschenbelebte Vororte mit Tankwagen im Hintergrund, baufälligen
Häusern und Brücken) gewinnen diese sagenhaften Fotografien ihre
ganze apokalyptische Durchschlagskraft. Sieht so die afrikanische
Synthese von Natur und urbanem Raum aus?
16.04.2010
Die Arbeit an der Geschichte geht voran; ich habe gerade eine kritischeStelle erreicht, in der sich das Geflecht aus Geheimnissen, die in Bd. 1
nur gestriffen werden, beginnt zu lichten, um dahinter nur wieder neue
Rätsel aufzudecken. // Das Cover von Bd. 1 steht!
07.04.2010
Trotz Ostereiersuchens bin ich mit der neuen Geschichte ein gutes Stückweiter gekommen; nachdem das "Drehbuch" auf Handlungsbrüche ab-
geklopft war, bin ich wieder ins eigentliche Schreiben eingestiegen.
Mittlerweile stehen die ersten Kapitel in Rohfassung.
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Zeitgleich wird fieberhaft an Layout und Cover des ersten Bandes gearbeitet,
damit dieser zur Buchmesse erscheinen kann. // Nun wurde das Tageslicht
auf der Illustration "ausgeknippst" und der Coverentwurf scheint wie in Mondlicht
getaucht, eine geheimnisvolle und trotzdem wuselige Atmosphäre ...
29.03.2010
Da hat man es doch wieder einmal: Reisen bildet. Bei meiner letzten Lesetournach Steinheim / Westfalen (liegt nordöstlich von Paderborn) habe ich gelernt,
dass Tucholskys nicht ganz ernst zu nehmender Ausspruch, zu jeder Stadt habe
immer auch ein gleichnamiger Fluss zu gehören, so abwegig nicht ist ...
Bis dato wusste ich nicht, dass Paderborn an der Pader liegt. Ja klar, der "born"
im Namen hätte mich hellhörig werden lassen müssen, doch meine Verblüffung
war echt. Was für ein Stadtname ...
"Quelle der Pader" ... das hört sich doch vielmehr nach dem Hort eines wilden
Reitervolkes an, als nach einer westfälischen Universitätsstadt mit etwa 140.000
Einwohnern. Macht der Worte - sage ich nur ...
23.03.2010
Heute Morgen ist mir aufgefallen, dass man eine Geschichte vielleicht mit einerOrange vergleichen könnte. Unter der Schale aus Handlung liegen die einzelnen
Segmente - bestehend aus Weltanschauung, Humor, Menschenbild und Haltung -
dicht an dicht, durch Membranen voneinander getrennt UND verbunden. Doch die wichtigste
Parallele: sie sind organisch gewachsen und haben - wenn sie nicht auf abstruse
Weise überzüchtet wurden - Kerne in sich, die neues Leben in sich bergen.
Wie ich mein eigenes Schreiben bezeichnen würde? Vielleicht als verschleiertes
Erzählen ... Verschleiert deswegen, weil ich bei der augenblicklichen Geschichte
ganz dicht an meinen Figuren bleibe, selten eine allwissende Perspektive einnehme,
sondern vielmehr den Figuren über die Schulter schaue und mit ihnen sehe und erlebe.
Das Verschleierte tritt hinzu, sobald etwas Fremdes in die Perspektive der Figuren
einbricht; es stammt aus einer Randzone, tritt für kurze Augenblicke ins Gesichtsfeld
und verschwindet wieder. Erst Szenen später, wenn die Figuren ihren eigenen Standpunkt
verändert haben (räumlich und intellektuell) stoßen sie erneut auf das Verschleierte,
lernen es aus anderer Perspektive sehen und erkennen diesmal schon mehr von
seiner anfänglich so fremden Struktur. Es wird also keine Spannung erzeugt, indem
man erzählerisch Figurenstränge miteinander abwechselt und aufeinander prallen
lässt (oder nur in Ausnahmefällen), sondern, indem Figur und erzählter Raum miteinander
in Schwingung geraten. Die Ortsbewegung der Figuren führt zu einer Bewegung in ihrem
Geist und lässt das Geheimnis, das Dunkle, das Verschleierte, also den Kern einer
jeden Geschichte, als Geheimnis bestehen. Ermöglicht wird durch das Erzählen ein
kurzzeitiges Spinksen hinter den Schleier: fragmentarische Erkenntnis ...
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Oh ... nun, das war jetzt leider sehr theoretisch. Vermutlich ist dies eine natürliche
Gegenreaktion, da ich in den letzten Tagen sehr häufig in Hyänen-Onkel geschlüpft bin
und von Pavianhintern berichtet habe ...
21.03.2010
Ich strukturiere gerade das Finale von Bd. 2, dann kann in Kürze der Schreibprozessbeginnen. Für Bd. 3 sehe ich auch schon sehr klar, welche Schritte erfolgen werden.
So abstrakt von der großen Geschichte zu schreiben, fällt mir nicht ganz leicht, aber
zu viel verraten darf ich leider noch nicht. Im Kern geht es um ein wahres Knäuel
aus Geheimnissen, um geflügelte Schatten und sehr spezielle Frösche ... Hm ...
Nein, scheinbar wird es nicht viel deutlicher, selbst wenn ich konkret werde ...
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Kommende Woche bin ich erst einmal wieder lesend unterwegs: Stationen sind
Dieringhausen, Buschhoven / Swisttal und Vinsebeck.
10.03.2010
Das "Drehbuch" von Band 2 wächst nun von Tag zu Tag; es macht einen Heidenspaß,Motive aus Bd. 1 aufzugreifen und die Figuren weiterzuentwickeln. Momentan beschäftige
ich mich damit, den Spannungsbogen irritationsfrei zu installieren, wenn man das so
formulieren kann... Darüber hinaus gilt es, Atmosphären von großer Eindringlichkeit
zu entwerfen, die das Geheimnis im Kern der Geschichte andeuten aber vorerst im
Schatten belassen. Bei dieser Arbeit habe ich von Zeit zu Zeit winzige Selbsterkenntnisse
und ertappe mich beim Schmunzeln. Gestern Abend fiel mir auf, dass meine Figuren
in den obskursten Situationen auf etwas leckeres zu Essen stoßen ... Wunschdenken
eines Autors? Nun ja... Damit befinde ich mich immerhin in guter Gesellschaft, nicht zuletzt
Ernst Kreuder ließ seine Figuren mit allen Sinnen zum Leben erwachen - und dazu
gehört natürlicher Weise auch der Geschmack!
05.03.2010
Die Illustratorenwahl ist getroffen und vielleicht bietet sich in Kürze die Gelegenheitmehr über die Bilder zum Buch zu verraten.
02.03.2010
Gestern kamen vom Verlag die Probeillustrationen zu meinem neuen Kinderbuch,das im Herbst erscheinen soll. Nun gilt es, aus den Einsendungen jene heraus-
zufiltern, die am besten zur Geschichte und zu meinen eigenen inneren Bildern
passen. Das ist eine ganz schön knifflige Aufgabe, da alle Illustratoren wirklich
ausgezeichnete Arbeit geleistet haben.
23.02.2010
Arbeit an Jugendbuch wieder aufgenommen; lese mich wieder in das Materialvon Band 2 ein und klopfe die letzten Unsicherheiten ab, bevor ich die Struktur
für Band 3 mit festlege. Danach geht es weiter mit einem "Drehbuch", in dem
der Ablauf der wichtigsten Szenen festgelegt wird: wann wird welches Detail
der Geschichte aufgedeckt, wer trifft unter welchen Umständen auf wen? Fragen
über Fragen. Erst wenn diese geklärt sind, geht der eigentliche Schreibprozess
los.
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Parallel dazu überarbeite ich einen wissenschaftlichen Aufsatz, der im Herbst in
einem Sammelband erscheinen wird. Unter anderem geht es um Evolution und
Beziehungen bei Monika Maron und Dietmar Dath. Wer sich auf wirklich eigenwillige
Literatur einlassen möchte, dem sei Daths "Die Abschaffung der Arten" empfohlen!
18.02.2010
Hommage an Jürgen Becker:Ein Abend in Köln. Viele Gäste sprachen seine Sätze.
14.02.2010
Sammelphase: Ich habe neue Dateiordner angelegt für 3 bis 4 Buchprojekte,die in den kommenden Jahren verwirklicht werden sollen. Ein groß angelegter
2-Kontinente-Roman wird dabei sein, der dritte Teil eines Jugendbuchprojektes
und eine bereits ins Phantastische abdriftende Story, mit der
ich mich dem unüberschaubar gewordenen Zwischenreich (zwischen Jugend-
und Erwachsenenliteratur) nähern werde. Abgesehen von einem der Bücher
befinden sich alle Projekte in der Sammelphase, d. h. in einer Datei werden
ungeordnet alle Gedanken kompiliert, die irgendwie in die Sphäre des Erzählten
passen könnten. In einem zweiten Schritt, der häufig erst nach Monaten einsetzt,
wird (wie beim Behauen eines Steinquaders) der verborgenen Form
nachgespürt. Einzelne Figuren emanzipieren sich meist schon vorher aus dem
Ideengeflecht, werden zu Handlungs- und Intentionsträgern angereichert. Und
plötzlich - ich kann den Zeitpunkt nie ganz genau fassen - entwickeln sie eine
Eigenständigkeit, die nicht allein durch den Komplexitätszugewinn erklärt werden
kann. Ja, die Figuren beginnen zu leben ... Es sind Momente wie diese, die
meinen Beruf so wunderbar machen ...
09.02.2010
Daniela hat heute eine neue Postkarte für meinen Lesungsbetrieb designtund in den Druck gegeben. Sie hat eine eigene Makrofotografie verwendet;
alles sieht überraschend, hintersinnig und frisch aus.
06.02.2010
Reisewege: Jetzt, da ein großer Brocken (wissenschaftlicher) Arbeitabgetragen ist, kann ich mich Projekten widmen, die in letzter Zeit
etwas vernachlässigt werden mussten. Ich werde meine Recherchereise
nach Südamerika (Paraguay) ins Auge fassen, um im Sommer - wenn
alles gut geht - loszufliegen: Atmosphäre sammeln. Meine bisherigen
Reisen gingen meist in Länder, in denen ich der Sprache mächtig war;
mein Itaienisch ist zwar etwas eingerostet, aber Spanisch spreche ich
bislang noch gar nicht - ganz zu schweigen von Guarani. Es wird also eine
doppelte Fremderfahrung sein, die mich in Südamerika erwartet.
Umso spannender!
Interessant ist zudem der Umstand, dass Argentinien in diesem Jahr
Ehrengast der "Frankfurter Buchmesse" sein wird - sich also auch hierzulande
die Möglichkeit bieten wird, Einblicke in eine Kultur zu gewinnen, die
durch zahllose Stereotype verdeckt ist. Was wissen wir schon von
Argentinien?
01.02.2010
HA! Endlich geschafft! Heute hatte ich meine Disputation; ich habemeine Doktorarbeit und meine Thesen verteidigt und kann diese
Lebensbaustelle endlich schließen. Über Selbst- und Fremdbilder
in deutschen Kolonial- und Afrikaromanen habe ich gearbeitet, habe
viel gelernt über Weltbildkonstruktionen und den Zusammenhang von
Identität und Ordnung.
Was für ein Gefühl, die Anspannung der letzten Monate fällt mit einem
Mal von mir (und meiner Familie!) ab, ein Kapitel kann fast geschlossen
werden.
24.01.2010
Für mein nächstes Buch habe ich dieser Tage einen neuen Vertragunterschrieben und bin gespannt, wie alles werden wird. Momentan
läuft die Illustratorensuche. Spannend!
In Kürze mehr.
05.01.2010
Willkommen im neuen Jahr! Irgendwie schreibt sich 2010 nochsehr ungewohnt, irgendwie ... futuristisch ...
Es wird ein Jahr, in dem endlich wieder mehr über das Schreiben
geschrieben wird: einige Lebensbaustellen nähern sich der Voll-
endung, so dass mit gutem Gewissen neue Pläne geschmiedet
werden können. Buchpläne!