Simak Büchel - Oropoi oder Wie die Paviane zu
ihren roten Hintern kamen
Mit Illustrationen des Autors
Geest-Verlag, ISBN 3-937844-14-7,
76 Seiten, 7 Farbillustrationen, 1 SW Illustration
8,- EUR, 8. Auflage 2011
Oropois Abenteuer beginnt zu einer Zeit, als das Schönheitsideal
aller Paviane noch wundervoll behaarte Pobacken waren ...
In den Nächten kurz vor der Regenzeit erzählt Nésenas Großmutter herrliche Geschichten. Eine Geschichte
muss sie immer wieder zum Besten geben, die von Oropoi oder wie die Paviane zu ihren roten Hintern
kamen. Oropoi ist ein Paviananführer, wie man ihn sich nur wünschen kann. Eigentlich hat er nur eine kleine
Macke. Oropoi ist schrecklich neugierig! Sein Vorwitz treibt ihn von einer Entdeckung zur nächsten.
Eines Tages jedoch begegnet er hochschnäbligen Etepetete-Vögeln, von denen er sich nichts sehnlicher
wünscht, als einmal in das sagenhafte Land im Norden mitgenommen zu werden.
Denn dort warten deliziöse Froschschenkel auf alle Schleckermäuler! Aber die Etepetete-Vögel wollen nicht ...
Schulmaterialien zu "Oropoi" in:
Diagnostizieren und Fördern in der Grundschule,
Deutsch Lesen, 3. / 4. Schuljahr, Cornelsen,
ISBN 978-3-589-23194-2, S. 41.
Pressestimmen und Rezensionen:
KÖLNISCHE RUNDSCHAU (04.08.2004)
„Eine anrührende und lustige Geschichte“
LETTERN.DE
„Ein niedliches Büchlein. Tja, wie sind die Paviane zu ihren roten Hintern gekommen? Ich glaube, da wird sich auch nun mancher Erwachsene Gedanken machen. Eine schöne Geschichte, die sich auch bestens zum Vorlesen eignet.“
Arbeitsgemeinschaft für Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
OROPOI
Fabel
Inhalt:
Eine einfache Geschichte aus Ost-Afrika, das der Autor aus eigener Anschauung kennt: So wie die Kinder der Geschichten der alten Frau lauschen, so auch die Paviane ihrem Anführer Oropoi. Der hat auch was zu erzählen, verschwindet er doch des Öfteren für einige Tage, um Neues zu erleben.
Bewertung: sehr empfehlenswert
Beurteilungstext:
Die Rahmenhandlung zeigt
uns ein traditionelles Dorf mit Lehmhütten und intaktem sozialen Gefüge. Wenn
die Regenzeit naht, sieht man des Abends Nésenas Großmutter vor der Hütte
sitzen. Sie hat ihren Ofen dabei und raucht eine Zigarette (sehr interessant: mit
der Glut nach innen!) und döst in den Abend, bis es zu kalt wird. Sie döst
allerdings nur, wenn sie nicht von den Kindern bedrängt wird, ihr eine
Geschichte zu erzählen. Und das ist fast jeden Abend so.
Die Geschichte vom Strauß, der sich in ein Zebra verliebte, wollen die Kinder
diesmal nicht hören, sondern die von den Pavianen - auch wenn sie sie schon oft
gehört haben. Ach bitte! Und so erzählt sie zwei Geschichten von Oropoi, dem
Anführer der Paviane, und seinen Untertanen. Oropoi ist beliebt und wird
anerkannt, wenn er nach einigen Tagen aus der Fremde zurück kehrt und sich auf
den Termitenhügel stellt, um Geschichten aus eben dieser Fremde zu erzählen.
Manchmal holt er die anderen aber auch zu dem gefundenen Ort, weil es dort süße
Mangos gibt und man zuvor nur die anderen Affen vertreiben muss oder zu den
rot-weißen Vögeln, die in den Norden fliegen um dort "deliziöse
Froschschenkel" zu speisen. Deliziös - allein dieses Wortes wegen muss
Oropoi unbedingt auch in den Norden!
Simak trifft den Ton, den man sich vorstellt, dass die Alte vor der Hütte ihn
hat. Und die Kinder sind noch voll des Glaubens und Vertrauens, auch wenn sie
ohne Erlaubnis der Eltern in der frühen Nacht den Geschichten lauschen. Die
große Schrift und die kurzen Zeilen im Flattersatz erleichtern auch
Leseanfängern die selbständige Erschließung der Geschichte, auch wenn
Vorlese-Geschichten natürlich eigentlich vorgelesen werden müssen.
Acht farbige Gouachen steuert der Autor außerdem bei und große Initiale mit
afrikanischer Optik zu Beginn jedes Kapitels. Die Bilder greifen Szenen der
Erzählung auf, wirken authentisch ohne vereinfachend zu sein und zeugen von
guter Beobachtungsgabe.
Das Beste aber deutet das Buch nur an, kann es
allerdings auch nicht weiter ausführen: Der Autor erzählt, spielt, lebt die
Geschichte vor Grundschul-Kindern. Einige Fotos aus einer
Autoren"lesung" frieren die Bewegungen ein und lassen erahnen, wie
lebendig es dort zugegangen sein mag. Man kann ihn buchen!
[Quelle: Datenbank der AJuM unter www.ajum.de]

ISBN 3-934852-77-7, Geest-Verlag 3,00 EUR
Da das Kinderbuch Oropoi oder Wie die Paviane zu ihren roten Hintern kamen fester Bestandteil von Simak Büchels Kultur- und Literaturprojektes für Grundschulen, Bibliotheken und andere öffentlichen Bildungseinrichtungen ist, haben sich Autor und Verlag zur zusätzlichen Herausgabe einer preiswerten Heftversion entschlossen. Dies insbesondere als indirekte Maßnahme zur Leseförderung, um Grundschulen die Möglichkeit zu bieten, die Geschichte in preisgünstigem Klassensatz anschaffen zu können.
Die Heftversion ist im Gefolge des 200 mal bundesweit durchgeführten Projektes mittlerweile in dreizehnter Auflage erschienen.