Piratenprüfung vor Melele Pamu

Simak Büchel (Text), Betie Pankoke (Bilder)
Piratenprüfung vor Melele Pamu
Melele Pamu, Bd. 3
DIX Verlag, 42 Seiten, Hardcover, 11 EUR.
ISBN 978-3-941651-37-1

„Scher dich aus der Tropfschweinhöhle! Kusch, husch – und raus mit dir!“ Kapitän Basil Vierauge schmatzte im Schlaf. „Na ha! Nimm das, du Narwal-Nippler!“ Er drehte sich auf den Bauch und schlummerte weiter.
Verdöst blinzelte der Goldkopfgecko von der Krempe des Piratenhutes, um in eigene Träume zurückzusinken. Nur einer fand keine Ruhe: Tiny, der Schiffsjunge. Wegen seiner bevorstehenden Piratenprüfung wälzte er sich im Bett, zog das Laken über seinen Kopf, um es gleich wieder wegzustrampeln. Es half alles nichts. Tiny war hellwach und sah sich in der Höhle um.
Seit der stürmischen Heimkehr der Mütter hatte sich das Leben auf Melele Pamu verändert. Da ihr Dorf vom Sturm in einen Trümmerhaufen verwandelt worden war, hatten sie Basils Rat beherzigt und das Lager in der Geisterhöhle aufgeschlagen. Unermüdlich hatten sie gewerkelt, gehämmert, gesägt, poliert und gefegt, um aus dem gruseligen Ort ein Heim zu machen. Den hinteren Teil trennte nun eine Holzwand ab, wo die Fledermäuse hausten. Längs der Höhlenwände hatten die Piraten Kajüten gezimmert, zwei auf der linken Seite für Basils und Luboffs Familien, und zwei auf der rechten, wo Mopati und Smutje Pröpsel und ihre Frauen schliefen. Für die Kinder gab es an der Rückwand ein neunstöckiges Bett mit Kojen und Rutschen. Jedem Kind eine Etage, und jeder Etage ein eigener Rutscheneinstieg. Alle Bahnen mündeten in einem Schusskanal, der ins Zentrum der Höhle führte …